Drymarchon couperi

 


       

 

Drymarchon couperi ist die größte Natter Nordamerikas (USA) und erhielt im Jahr 2000 (CROTHER) Artstatus. Sie ist vom Aussterben bedroht. Ihr Schuppenkleid ist schwarz glänzend und die Bauchunterseite schimmert intensiv bläulich daher der Name Indigonatter. Vom Rückengrad gesehen hat sie einen leicht dreieckig abfallenden Körper. An der Halsunterseite reicht das Spektrum der Färbung von fast ganz schwarz über rötliches braun bis hin zu orange oder intensivem rot. Allerdings bekommen Tiere die als Babys an der Halsregion schon so schwarz sind nachträglich keinen Rotanteil mehr dazu. Vom Auge aus zur Maulspalte ziehen sich auffällige dunkle Linien.

Bei U.S.Fish & Wildlife Service sind Adultgrößen von 1,52 m - 1,88 m (60 - 74 inch) für Weibchen und eine Maximalgröße von 2,628 (103,5 inch) für Männchen bei D. couperi angegeben. Für gewöhnlich werden Weibchen zwischen 1,60 m bis 1,80 m und Männchen 2,10 m bis 2,30 m.

Unsere adulten Tiere haben eine gemessene Länge von 1,80 m (Weibchen) und 2,20 m (Männchen).

Die Tiere sind tagaktiv, überwiegend Boden lebend und können bei guter Pflege bis zu 25 Jahre alt werden.

Schutzstatus: In Florida geschützt seit 1971 (1971 - F.A.C.68A-27.004) und in den USA seit 31.Januar 1978 (1978 - 43FR4028) strengstens landesweit national durch Gesetze geschützt. Es gilt für diese Art seit unter Schutzstellung ein absolutes Ausfuhrverbot aus den USA. Die ursprüngliche Heimat dieser Schlange umfasste ehemals Südmississippi, Alabama, Florida und einen großen Teil von Georgia und Teile des südöstlichen Südcarolina.

Zur Zeit ist das Vorkommen auf Florida und die Küstenebene von Südgeorgia beschränkt. Trotz der vielfachen Widereinführungsbemühungen von D. couperi sinkt die Population ständig.

Durch die Zerstörung des Lebensraumes z.b. Brandrohdung für die Erschließung von Wohngebieten und den Ausbau von Wohnorten sowie durch die Round up`s auf Klapperschlangen und auch die systematische Jagd auf diese durch eingießen von Benzin und anschließendem verbrennen des selben in den Höhlen wo die Tiere Unterschlupf gefunden haben werden auch die Indigonattern Opfer der Flammen. Die Höhlen wohin sich die Klapperschlangen zur Überwinterung zurückziehen nutzt die Drymarchon couperi ebenfalls. Schildkrötenbauten werden auch aufgesucht und aus diesem Grund wird die Indigonatter auch gerne als Gophersnake bezeichnet. Die Natter frisst außer kleinen Säugetieren, Vögel und deren Eier, Fisch, Echsen, kleine Schildkröten auch Klapperschlangen. Indigonattern fressen eigentlich alles, was sie überwältigen können. 

Haltung

Bei der Haltung von D. couperi sollte die Tagestemperatur ca. 25-28 Grad betragen und in der Nacht sollte die Temperatur auf ca. 20-22  Grad absinken. Die Größe des Terrariums für eine Drymarchon couperi  wäre 1,25 x 0,5 x 0,75 umzurechnen auf die Körperlänge der Schlange. Eine oder mehrere Versteck Möglichkeit sollten vorhanden sein. Am besten bietet man den Tieren dazu eine große Tonblumenschale an, aus der ein Eingang herausgeschnitten wurde. Diese sind leicht sauber zu halten und werden immer angenommen. Große Korkrindenstücke (als Versteckmöglichkeit), große Wurzeln und vielleicht ein Kletterast sollten nicht fehlen. Auf ein bepflanzen des Terrariums mit echten Pflanzen sollte verzichtet werden. Kunstpflanzen als Terrarien Dekoration sind für diese großen Nattern besser geeignet.

Winterruhe

Eine Winterruhe bei 15 - 19 ° ist empfehlenswert, die Lebenserwartung der Tiere wird dadurch gesteigert.

Paarung

  

 

Indigonattern sind Ophiphag (Schlangenfressend) und sollten nur während der Paarungszeit zusammen gehalten werden. Das Männchen umwirbt das Weibchen, indem es immer wieder zuckend über ihren Körper hinweg kriecht. Eine zu frühe Verpaarung bei nicht ausreichender Größe des Weibchens kann zu Legenot führen (Indigos haben sehr große Eier mit sehr rauer Schale).

 

    Unsere adulten Tiere fressen auch sehr gerne ab und zu einmal Eier von Wachteln. 

Eiablage

Die Eiablage unseres Weibchens erfolgte Ende Februar 1998. Die Eier hatten eine sehr raue Oberfläche. Als Brutsubstrat benutzten wir Vermiculite.

     

Jungtiere beim Schlüpfen.

Die Jungtiere sind unbedingt getrennt zu halten und aufzuziehen. Ihr Appetit, wenn sie mal fressen (das ist normalerweise nach der ersten Häutung) ist unersättlich und dann verschmähen sie auch ihre Geschwister als Futter nicht.

 

   Natürlich gibt es auch unter den Drymarchon hartnäckige Futterverweigerer.

Am 31.08.2003 zog eine Nachzucht von Anfang 07/2003, 0.1  Drymarchon couperi bei uns ein. Leider fraß das Tier nicht selbständig was uns bekannt war und musste, nachdem wir eigentlich alle Register gezogen hatten und sämtliche Fütterungsversuche auf freiwilliger Basis im Sande verlaufen waren bis Mitte November gestopft werden.

Eingreifen sollte man spätestens bei Futterverweigerung dann wenn Jungtiere, sichtbar kraftlos werden, an Körperfülle verlieren und beginnen an den Schwanzseiten einzufallen. Ansonsten hat man bald eine verhungerte tote Indigonatter. Was das Stopfen anbelangt, ist dies bei diesen Tieren ohne ausreichende Erfahrung nicht möglich, daher sollten nur sehr gut fressende Babys erworben werden. 

  1.0 Drymarchon couperi UKNZ. 2002

 

© Eddy´s & Biggi´s Drymarchon-Seite 2002-2012