Drymarchon melanurus rubidus

 


Drymarchon m. rubidus der Redtail Cribo oder auch West Coast Cribo gennant, ist von Westmexiko bis zum Golf von Tehuantepec (Mexiko) beheimatet. Diese Art ist extrem selten und vom Aussterben bedroht und es gibt nur sehr wenige Tiere dieser Art, die in menschlicher Obhut in den USA leben. Die Tiere sind in Mexiko national geschützt und die Ausfuhr ist seit einigen Jahren strengstens verboten.   

Auf der Kopfoberseite und der Oberseite des Körpers sind die Schuppen dunkelrotbraun oder schwarz gefärbt welches nach dem ersten Drittel in ein helleres rötlich schimmerndes braun am Schwanzende übergeht d.h. wird diese Natter auch als Redtail Cribo bezeichnet. Die Kopfunterseite ist weiß gefärbt und von den Augen aus laufen ebenfalls 3  dunkle Strahlen zur Maulspalte hin. Die Ränder der Oberlippenschilder am Maul sind an den Rändern meist mehr oder weniger weiß. An ihrer Bauchunterseite ist sie weiß oder hellbeige gefärbt und diese Farbe geht nach dem ersten Drittel nach hinten langsam über in eine dunklere braunlila Perlmutt schimmernde Farbe. Wenn sich die Tiere bedroht fühlen, platten sie den Hals senkrecht ab. Bei Aufregung heben sie den Hals und bewegen diesen leicht schlängelnd. Auch diese Unterart warnt durch schnelles Schwanzschlagen auf den Boden, welches ein rasselndes Geräusch verursacht.

Ernährung in der Natur: Mäuse, Ratten und andere Kleinsäuger, Schlangen (auch giftige), Fische, Frösche, Echsen, Vögel, kleine Eier.

     

Haltung

Die Optimale Größe des Terrariums für eine Indigonatter wäre 1,25 x 0,5 x 0,75 umzurechnen auf die gesamt Körperlänge der Schlange. Eine Versteck Möglichkeit sollte unbedingt vorhanden sein. Am besten bietet man den Tieren dazu eine große Tonblumenschale an, aus der ein Eingang herausgeschnitten wurde. Diese sind leicht sauber zu halten und werden immer angenommen. Große Wurzeln und vielleicht ein Kletterast sollten nicht  fehlen, auf ein bepflanzen des Terrariums sollte verzichtet werden. Bei der Haltung von D. m. rubidus sollte die Tagestemperatur ca. 25° - 28° Grad betragen und in der Nacht sollte die Temperatur auf ca. 22  Grad absinken. Unsere beiden Tiere suchen meist die kühlen Regionen im Terrarium auf. Wird es zu warm, findet man die Tiere oft im Wasserbecken um sich abzukühlen. Indigonattern sind Ophiphag (Schlangenfressend) und sollten nur während der Paarungszeit zusammen gehalten werden.

 

     

 

   

 

Unser D. m. rubidus Pärchen. Wir hofften immer, dass es uns irgendwann gelingt diese Unterart nachzuziehen bevor unser Weibchen für die Nachzucht zu alt ist.
 

Paarung 2005  

 

 

 

Eiablage

Auf diesem Bild kann man sehen, dass ihr Schwanz an der Seite eingefallen ist und es für die Eiablage höchste Zeit war bevor das Tier noch mehr an Substanz verloren hätte.     

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen bot ich ihr Futter an und zum Glück fraß sie 5 mittelgroße Mäuse. Die Futtertiere wurden bewusst klein gewählt, da das Tier sehr schwach war und kleinere Futtertiere ohne große Anstrengung hinabgewürgt werden können. Bis ihre frühere körperliche Verfassung wieder hergestellt war bekam das Weibchen nach jedem Kot absetzen Futter angeboten.

Leider starben während der Inkubationszeit nach und nach Eier ab. Am Ende schlüpften nur 3 Tiere.

 

 

 

 

 

Jungtiere

  

  

Am Abend des 04.06.2005 schlüpften die ersten 2 Jungschlangen und am 06.06.2005 am Morgen ein Nachzügler.

 

Leider starben während der Inkubationszeit 5 der insgesamt 8 Eier ab.

Nun ja, wir haben zwar ein paar Eier vom Rubidus Gelege verloren aber es hätte noch schlimmer sein können.

Die Geschlechtsbestimmung ergab im 3 Monat nach dem Schlupf, dass alle Jungtiere weiblichen Geschlechts sind. Zwei Tiere haben wir behalten.

    

 

Nach dem Umzug ins Terrarium 

 

    

5 Monate alt

 

  

Aus Mexiko dürfen seit einigen Jahren keine Tiere mehr ausgeführt werden, da sie dort national unter Schutz stehen und so wird D. m. rubidus wohl auch eine absolute Rarität in den USA in der Terrarienhaltung bleiben.      

Unser adultes Männchen haben wir im August 2001 aus den USA importiert. Das Weibchen wurde von einem Deutschen Halter an uns 1999 abgegeben da er kein männliches Gegenstück dazu fand.  

Was sollte man noch über diese extrem seltenen Tiere wissen?

Im Jahr 2004 gab es bei einem Züchter in den USA Nachzuchten dieser Unterart. Insgesamt gab es zu diesem Zeitpunkt auch nur 2 Züchter dieser Tiere in den USA. Man kann sich auf eine Warteliste setzen lassen. Die Wartezeit auf Nachzuchten beträgt einige Jahre. Da die Tiere aber schon vor dem Schlupf vergeben sind, besteht allerdings keine Hoffnung, dass davon welche in den Export gehen könnten.

 

 

 

© Eddy´s & Biggi´s Drymarchon-Seite 2002-2012